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Tiefbau

Einwohnergemeinde Zermatt

Ersatzneubau Getwingbrücke

Die bestehende Strassen­brücke wurde vor mehr als 50 Jahren (1968) erbaut und weist verschie­dene gravierende Mängel auf. In den letzten Jahren wurden diverse Abklärungen durch­geführt, um zu klären, ob die Brücke saniert werden kann, verschoben oder ersetzt werden muss. Als Resultat verschie­dener Aspekte zeigte sich, dass eine Sanierung der bestehenden Brücke keine Option darstellt und dass ein Ersatz­neubau notwendig wird.

Die Getwingbrücke ist der meist­benutzte Verkehrs­knotenpunkt in Zermatt. Mit einem Ersatz­neubau an anderer Stelle könnten kosten­intensive Umleitungen über Provisorien vermieden werden. Deshalb wurde die Möglichkeit einer Ver­schiebung der Brücke an einen neuen Standort ebenfalls geprüft. Es zeigte sich jedoch sofort, dass aufgrund der komplexen Kreuzungs­situation eine Ver­schiebung aus verkehrs­technischen Gründen und unter dem Aspekt der Sicherheit der Fussgänger anhaltende Nachteile mit sich bringen würde. Der Gemeinderat hat sich für einen Ersatz­neubau am bestehenden Standort ausge­sprochen.

Projekt­informationen

Das Bewilligungs­verfahren sowie die Vergabe des Auftrags für die im Herbst 2019 reali­sierten proviso­rischen Über­querungen der Vispa wurden getrennt vom eigent­lichen Brücken­projekt durch­geführt. Dadurch liess sich das Termin­programm deutlich verkürzen.

Während der öffent­lichen Auflage des Neubau­projekts zwischen dem 13. März und 14. April 2020 wurden keine Einsprachen eingereicht. Der Staatsrat fällte den Plange­nehmigungs­entscheid am 8. September 2020.

Hochwasserschutz

Mit dem Ersatzneubau kann die Durchfluss­kapazität unter der neuen Brücke heute noch nicht wesentlich erhöht werden. Das Projekt bietet jedoch die Gewähr, dass durch eine Sohlenab­senkung oder eine Ufermauer­erhöhung im Bereich der neuen Brücke die Abfluss­menge künftig erhöht werden kann.

Um die Langlebigkeit der neuen Beton­bauteile im Sohlen­bereich zu erhöhen wird zusätzlich eine spezielle Schutz­schicht aus einem ultra­hochfestem Faserbeton (UHFB) aufgebracht. Damit wird der Abrasion entgegen­gewirkt.

Terminprogramm

Die Vispa führt im Winter deutlich weniger Wasser, so dass in dieser Zeit keine Gefahr eines Hoch­wassers besteht. Darum müssen die Monate November bis April für die Arbeiten im Bachbett genutzt werden. Der Gemeinderat hat folgendes Bauprogramm beschlossen:

Im November 2020 wird das Wasser der Vispa in einen Kanal im Bachbett geleitet, damit die Arbeiten im Trockenen ausgeführt werden können. Anschlies­send beginnt der Abbruch der bestehenden Brücke und alle Arbeiten, die den Durchfluss der Vispa ein­schränken würden, müssen bis im Mai 2021 abge­schlossen sein. Ende Juli 2021 soll die neue Brücke für den Verkehr freigegeben werden. Im Anschluss werden die Abschluss­arbeiten ausgeführt und im November 2021 ist der Rückbau der Provisorien geplant.

Verkehrsführung

Während der Bauzeit ist die Durchfahrt aufgrund der engen Platzver­hältnisse einge­schränkt. Zudem passieren viele Fussgänger und Fahrräder diesen Bereich. Über die zwei provi­sorisch erstellten Brücken kann der Verkehr mit punktuellen Einschrän­kungen verkehren. Die heutigen Bushalte­stellen können während der Bauzeit nicht bestehen bleiben. In Richtung Bahnhof und Spiss verkehrende Busse halten zwischen dem Hotel Perren und dem Snowboat. Die Haltestelle in Richtung Winkel­matten sowie Matterhorn Glacier Paradies muss leider temporär aufgehoben werden. Vor dem Baubeginn wird auch der bestehende Abfall­unterstand optimiert, damit die Entsorgung möglichst ohne grössere Einschrän­kungen gewähr­leistet werden kann. Die dazu notwendigen Vorbe­reitungs­arbeiten wurden bereits ausgeführt.

Infopoints

Für die Passanten werden zwei Infopoints vor Ort aufgestellt. Über den Newsletter von Zermatt Tourismus werden wichtige Informa­tionen zum Beispiel über Verkehrs­behinde­rungen usw. verbreitet.